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Was war das denn bitte…

Dienstag, 21.10.08

… für eine Party letzten Samstag im Bunker?
SchiZoPhoniC nannte sie sich. Machte die Live-Musik und die Musik von den Tellern einen guten Eindruck, fand ich die überall verteilten Sprüche a la „Stelle dein Geschlecht infrage“ ziemlich anstrengend.
Letztendlich war das Motto “rock.indie.elektro.multisexuell.” allen Besuchern wahrscheinlich längst bekannt, warum also diese versuchte Gehirnwäsche mit Diaprojektoren, Zetteln und Pösterchen? Die Gäste hatten sich mit Ihrer Anwesenheit doch längst mit dem Motto konform gezeigt. Dieses verkrampft aufgesetzte „Anders-Sein“ ging mir sehr auf den Senkel. Denn letztendlich waren sie nicht anders. Wie auf jeder Party floss Alk en masse, war das Publikum in sich uniform. Wenn man so individuell sein will, warum sah man sich im Habitus wie im Klamottenstil zum verwechseln ähnlich? Wo bleibt also die Andersartigkeit? Liegt sie darin biologische und gesellschaftliche Geschlechterunterschiede infrage zu stellen in dem ich die Klotüren verhänge und somit unmöglich mache „das richtige“ Örtchen zu finden?
Wie dem auch sei, ich glaube, dass eine nicht unberechtigte Gesellschaftskritik in dieser Form zu einem falschen Zeitpunkt und an falscher Stelle am falschen Publikum ansetzt.


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